Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus

Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe, indem wir versuchen, die vor Ort handelnden Personen zu ermutigen und zu vernetzen. Wir verstehen uns dabei als »Scharnier« zwischen Betroffenen und Engagierten, sowie zu weiteren Fachstellen, beispielsweise der Opfer- oder Elternberatung. Außerdem analysieren und dokumentieren wir rechtsextreme Vorkommnisse und Strukturen.

Mit Vorträgen und Diskussionen, bei Fortbildungen und mit unseren Veröffentlichungen sensibilisieren wir für Entwicklungen, die das demokratische Miteinander gefährden – nicht zuletzt auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft.

Falls Sie in Ihrer Kommune, in der Schule, in Vereinen oder, einfach gesagt, in Ihrem Umfeld, rechtsextreme Tendenzen oder Aktivitäten feststellen, sprechen Sie uns bitte an.

Meldungen

5. "Schule ohne Rassismus" Schüler*innen-Wochenende in OWL

Es ist endlich wieder so weit! Am 24. und 25. Juni 2016 findet das 5. Schüler*innen-Wochenende statt.

Zu diesem Wochenende sind alle Schüler*innen des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aus OWL eingeladen.


Das Ziel des Wochenendes ist es, uns untereinander Austausch und in verschiedenen Workshops mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung auseinander zu setzen und Anregungen für die SOR-Arbeit an der eigenen Schule zu sammeln.


Mehr Informationen und das Programm findet ihr im Flyer:

Ihr könnt Euch bis zum 20.05.2016 anmelden unter "schuleohnerassismusowl@gmail.com"

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Foto:strassenstriche.net CC BY-NC 2.0

Workshoptagung: Rassismus in Bewegung? Was jetzt zu tun ist!

„Dagegen!“ …und dann?!
7. Workshoptagung für Bündnisse und Initiativen gegen Rechtsextremismus in NRW

Wann: Samstag, 18. Juni 2016, 10:30
Wo:
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Universitätsstr. 12, Essen

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Jahresrückblick 2015, Nordrhein-Westfalen: Alte Nazis und neue Brandstifter

Von Michael Sturm, Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie (www.mobim.info)

Wie auch in anderen Bundesländern war das Jahr 2015 in Nordrhein-Westfalen durch einen massiven Anstieg extrem rechter und rassistischer Übergriffe auf Unterkünfte für Asylsuchende sowie auf Geflüchtete selbst geprägt. Das gesamte Spektrum der extremen Rechten versuchte die Debatten um Flucht und Asyl zuzuspitzen und für sich zu nutzen – allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. Während sich die Partei „Die Rechte“, wenn auch nicht flächendeckend, weiter konsolidieren konnte, setzte sich der Niedergang der NPD im bevölkerungsreichsten Bundesland fort. Die selbsternannte „Bürgerbewegung Pro NRW“ geriet in eine existentielle Krise, die durch massive parteiinterne Verwerfungen, Austritte führender Kader und Abspaltungen gekennzeichnet war. Mit innerparteilichen Querelen hatte auch die Alternative für Deutschland (AfD) zu kämpfen. Nach dem tumultartigen Bundesparteitag Anfang Juli 2015 in Essen, der mit dem Austritt des Flügels um Bernd Lucke endete, konnten sich jedoch die eindeutig rechtspopulistischen Kräfte durchsetzen, zu denen nicht zuletzt die Führung des nordrhein-westfälischen Landesverbandes um Marcus Pretzell zu rechnen ist.

Die Ableger von PEGIDA in Nordrhein-Westfalen konnten nicht ansatzweise an die Größenordnung der „Abendspaziergänge“ des Dresdner Originals anknüpfen. Die AnhängerInnen der Pegida-Aufmärsche in Duisburg und Düsseldorf rekrutierten sich vielmehr aus einer diffusen Mischung versprengter RechtspopulistInnen, einiger Neonazis und rechten Hooligans. Letztere versammelten sich im Oktober 2015 erneut in Köln, um an die in der Szene mittlerweile mythologisch überhöhte „Hogesa“-Demonstration in der Domstadt im Jahr zuvor anzuknüpfen, bei der sich mehrere tausend Hooligans heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert hatten. Das unter dem Motto „Köln 2.0“ beworbene „Event“ verlief indessen für die TeilnehmerInnen enttäuschend.

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Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold ist Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford.

Seit 2008 wird die Mobile Beratung aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums gefördert, zurzeit im Rahmen des Projekts "Demokratie leben!". Seit Mitte 2013 besteht eine zusätzliche Förderung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.