Meldungen

Wiederholungsveranstaltung mit Andrea Röpke und Jan Raabe zu extrem rechten Strukturen und völkischen Akteur*innen in OWL und darüber hinaus

Die angekündigte Wiederholungsveranstaltung für den Vortrag von Andrea Röpke und Jan Raabe steht nun fest. Drei Monate nach dem ersten Vortrag, am 9. Oktober um 19 Uhr laden die Stadthalle Detmold und die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold diejenigen ein, die beim Vortrag in Berlebeck keinen Platz gefunden hatten, sowie natürlich alle weiteren Interessierten. Diesmal ist für deutlich mehr Platz gesorgt: Die Veranstaltung findet im großen Saal der Stadthalle statt.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird die Fachjournalistin Andrea Röpke aus ihrem neuen Buch »Völkische Landnahme: Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos« vortragen, das Ende Mai erschienen ist. In dem Buch arbeiten Andrea Röpke und Andreas Speit die Bedeutung der »nationalen Graswurzelarbeit« völkischer Großfamilien für die extreme Rechte in Deutschland heraus. Sie analysieren die überkommenen Geschlechterbilder, die autoritären Erziehungsmuster und die gegen die Demokratie gerichteten Positionen in der extremen Rechten. Die Akteurinnen und Akteure dieses Milieus sind seit Generationen in der neonazistischen Szene aktiv und widmen sich der Hintergrundarbeit: Der »Weltanschauungsschulung«, der Kindererziehung und der Kulturarbeit.

Im zweiten Teil der Veranstaltung liefert Jan Raabe Einblicke in die regionale Szene und ihre Aktivitäten. Dazu gehört insbesondere die 2009 verbotene Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ), die trotz des Verbots als Nachfolgestruktur ihre Aktivitäten fortsetzt. Der gegenwärtige Einzugsbereich der ehemaligen HDJ-»Einheit Hermannsland« umfasst im Wesentlichen die Landkreise Vechta und Schaumburg, die Kreise Osnabrück, Minden-Lübbecke, Höxter, Paderborn, Soest, Lippe und die Stadt Bielefeld. Diese – bundesweit und zum Teil auch europaweit vernetzte – Nachfolgestruktur dient dazu, mit Drill, NS-Ideologie und Gewalt den eigenen völkischen Nachwuchs heranzuziehen. Fast jedes Wochenende finden Treffen mit Kindern aus völkischen (großen) Familien (»Sippen«) aus den Reihen von HDJ, "Artgemeinschaft" sowie der NPD statt.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist kostenlos. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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Vortrag »Völkische Landnahme und rechtsextreme Gewalt« – Resümee und Wiederholungsveranstaltung

Der Vortrag von Andrea Röpke und Jan Raabe am 9. Juli war aus Sicht der Veranstalter*innen ein Erfolg: Ungefähr 150 Menschen konnten den Ausführungen der Expert*innen in der Papiermühle in Berlebeck zuhören. Leider blieb jedoch vielen weiteren Angereisten der Zutritt aufgrund der Raumgröße verwehrt. Wegen dem hohen Andrang waren Sitz- und Stehplätze bis in den Flur schnell besetzt und einige fanden keinen Platz mehr. Nun soll es eine Wiederholung der Veranstaltung geben.

Die Mobile Beratung, Argumente und Kultur und die Referent*innen freuen sich über den großen Zuspruch für dieses aktuelle und wichtige, auch regionale Thema. Wir haben nicht mit so vielen Besucher*innen gerechnet und der Raum in der Berlebecker Papiermühle erwies sich schlicht als viel zu klein. Die Mobile Beratung entschuldigt sich bei allen, die an diesem Abend keinen Platz mehr gefunden haben und dem Vortrag deswegen fern bleiben mussten und bedankt sich für das Verständnis.
Noch vor Beginn des Vortrags stand für die Referent*innen und die Veranstalter*innen sofort fest: Es muss eine Wiederholungsveranstaltung geben. Schließlich sollen alle Interessierten die Möglichkeit bekommen, sich im Rahmen dieses Vortrags zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen.
Die Mobile Beratung befindet sich mit den Referent*innen bereits in der Planung dieses Termins, der in den nächsten Wochen feststehen soll. Im Gespräch ist auch, diesmal einen anderen, größeren Raum anzusteuern.

Der Termin für die Wiederholungsveranstaltung ist, sobald er feststeht, auf dieser Seite und in der  lokalen Presse zu finden.

Der Bericht der Lippischen Landeszeitung zur Veranstaltung ist hier zu lesen (Zugang nur mit LZ-Plus Abo):
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/22505005_Journalistin-warnt-Die-Rechtsextremen-haben-dazugelernt.html

oder auf hiergeblieben.de
http://hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?limit=10&order=datum&richtung=DESC&z=1&id=54801

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Aktionswochen gegen Rassismus

Rechtsextremismus und Rassismus begegnen allen Menschen im täglichen Leben, an unterschiedlichen Orten und in verschiedener Weise: Versteckt oder offen, auf der Straße, in Bildungseinrichtungen, auf der Arbeit, in der Politik oder beim Sport und in der Freizeit.
Um das Bewusstsein für Diskriminierungen zu schärfen und sich erfolgreich dafür einzusetzen, dass sich das eigene und auch das Denken und Handeln anderer verändert, braucht es die Zusammenarbeit aller Menschen im Kreis mit ihren unterschiedlichen Blickwinkeln und Erfahrungen.

Mit den Aktionswochen gegen Rassismus bündeln die Kolleg_innen der Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford eine große Bandbreite von Veranstaltungen, Workshops, Vorträgen und Konzerten im Kreis Herford. Dabei sollen die vielen Facetten von Rassismus zur Sprache kommen und in unterschiedlichen Formaten Strategien der Auseinandersetzung aufgezeigt werden.

Das gesamte Programm findet sich im Kalender der Kolleg_innen der Fachstelle.

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Jahresrückblick 2017 NRW

Zwischen „bürgerlicher Widerstandsbewegung“ und militantem Neonazismus

Jahresrückblick 2017: Die AfD zieht in Nordrhein-Westfalen in den Landtag ein und legt zur Bundestagswahl noch einmal zu. Rechtsextreme Strukturen agieren als „Die Rechte“ vor allem in Köln und Aachen mit Propaganda und Gewalt. Der „Kampf der Nibelungen“ ist eine Highlight-Event für die Rechtsaußen-Szene.

Belltower.News befragte Ende 2017 zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur_innen über die Situation in ihrem Bundesland. Den Jahresrückblick für Nordrhein-Westfalen schrieb Michael Sturm von mobim für die Mobile Beratung NRW.

Hier geht es zum Artikel bei Belltower.News

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Streifzüge und Ausflüge

Mobile Beratung NRW veröffentlicht „Berichte von unterwegs II“

Rechte Gewalt, organisierter Neonazismus, Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus gehören auch zwischen Rhein und Weser zum Alltag.“
Diese Diagnose stellten die Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus und für Demokratie aus NRW im Jahr 2012 der Einleitung des ersten Bandes der „Berichte von unterwegs“ voran. Wir müssen leider feststellen, dass dies auch fünf Jahre später, im Jahr 2017, noch gilt – wenn sich auch die gesellschaftlichen Bedingungen und Diskussionen sowie die Herausforderungen verändert haben.
Wir haben es heute mit einer sich zunehmend polarisierenden Gesellschaft zu tun, in der eine Minderheit, die sich für die schweigende Mehrheit hält, immer lauter wird. Die „Grenze des Sagbaren“, das hören wir vor Ort in den Beratungsgesprächen immer wieder, verschiebt sich zusehends. Viele Menschen stören sich daran und wollen etwas ändern. Sie fragen sich, wie sie „lauter werden“ können. Diese Menschen wollen wir unterstützen, hier sehen wir unseren Auftrag. Wir wollen – und daran hat sich nichts geändert – die Aktiven in NRW in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus unterstützen und stärken und eine lebendige Zivilgesellschaft, die sich für eine menschenrechtsorientierte demokratische Kultur einsetzt, fördern.

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PRESSEMITTEILUNG Mobile Beratung NRW

Flüchtlingsfeindliche Straftaten erneut auf Rekordhoch 2016 in NRW jeden Tag zwei Vorfälle mit rechtem Hintergrund Mobile Beratung sieht Zusammenhang mit rassistischer Stimmungsmache.

Düsseldorf, 13.3.2017

Die von der Bundesregierung Ende Februar genannten Zahlen zu Übergriffen gegen Geflüchtete und deren Unterstützer_innen sind alarmierend. Die von der Mobilen Beratung in NRW im Rahmen eines eigenen Monitorings erhobenen Vorfälle gehen noch darüber hinaus. Es gilt nun, diese Angriffe wahrzunehmen und das Thema „Flucht und Asyl“ nicht im Wahlkampf zu instrumentalisieren, so Heiko Klare von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW.

 

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Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold ist Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford.

Seit 2008 wird die Mobile Beratung aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums gefördert, zurzeit im Rahmen des Projekts "Demokratie leben!". Seit Mitte 2013 besteht eine zusätzliche Förderung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.