Meldungen

Streifzüge und Ausflüge

Mobile Beratung NRW veröffentlicht „Berichte von unterwegs II“

Rechte Gewalt, organisierter Neonazismus, Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus gehören auch zwischen Rhein und Weser zum Alltag.“
Diese Diagnose stellten die Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus und für Demokratie aus NRW im Jahr 2012 der Einleitung des ersten Bandes der „Berichte von unterwegs“ voran. Wir müssen leider feststellen, dass dies auch fünf Jahre später, im Jahr 2017, noch gilt – wenn sich auch die gesellschaftlichen Bedingungen und Diskussionen sowie die Herausforderungen verändert haben.
Wir haben es heute mit einer sich zunehmend polarisierenden Gesellschaft zu tun, in der eine Minderheit, die sich für die schweigende Mehrheit hält, immer lauter wird. Die „Grenze des Sagbaren“, das hören wir vor Ort in den Beratungsgesprächen immer wieder, verschiebt sich zusehends. Viele Menschen stören sich daran und wollen etwas ändern. Sie fragen sich, wie sie „lauter werden“ können. Diese Menschen wollen wir unterstützen, hier sehen wir unseren Auftrag. Wir wollen – und daran hat sich nichts geändert – die Aktiven in NRW in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus unterstützen und stärken und eine lebendige Zivilgesellschaft, die sich für eine menschenrechtsorientierte demokratische Kultur einsetzt, fördern.

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PRESSEMITTEILUNG Mobile Beratung NRW

Flüchtlingsfeindliche Straftaten erneut auf Rekordhoch 2016 in NRW jeden Tag zwei Vorfälle mit rechtem Hintergrund Mobile Beratung sieht Zusammenhang mit rassistischer Stimmungsmache.

Düsseldorf, 13.3.2017

Die von der Bundesregierung Ende Februar genannten Zahlen zu Übergriffen gegen Geflüchtete und deren Unterstützer_innen sind alarmierend. Die von der Mobilen Beratung in NRW im Rahmen eines eigenen Monitorings erhobenen Vorfälle gehen noch darüber hinaus. Es gilt nun, diese Angriffe wahrzunehmen und das Thema „Flucht und Asyl“ nicht im Wahlkampf zu instrumentalisieren, so Heiko Klare von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW.

 

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Broschüre: Hingeschaut!

Die extreme Rechte und zivilgesllschaftliche Aktivitäten gegen Rechts in Ostwestfalen-Lippe

Die neu erschienenen Broschüre „Hingeschaut! - Die extreme Rechte und zivilgesellschaftliche Aktivitäten gegen Rechts in Ostwestfalen-Lippe“ widmet sich den Entwicklungen der extrem Rechten in den letzten Jahre in OWL und stellt darüber hinaus zivilgesellschaftliche Aktivitäten gegen Rechts vor.

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PRESSEMITTEILUNG / Mobile Beratung NRW: „Zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus wertschätzen“

Die rechtsextreme Partei NPD wird nicht verboten. Der Antrag der Bundesländer auf ein Parteiverbot der NPD wurde abgelehnt. Ein erster Anlauf für ein solches Verbot war bereits im Jahr 2003 gescheitert, dieses Mal aber aus anderen Gründen. In der Begründung des Bundesverfassungsgerichts heute Morgen wurde der NPD zwar eine verfassungsfeindliche Haltung attestiert. So heißt es: „Das politische Konzept der NPD ist auf die Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung gerichtet.“ Des Weiteren wird der NPD eine „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ zugeschrieben. Ein Parteiverbot wurde aber mit der Begründung, dass die NPD momentan nicht in der politischen Lage sei ihre verfassungswidrigen Ziele umzusetzen, abgelehnt.

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'Gegen Gewalt und Hetze - Geflüchtete schützen, Handlungsstrategien entwickeln'- OWL-weites Austausch- und Vernetzungstreffen für Menschen, die Geflüchtete unterstützen

Samstag, 19. November 2016 von 10:00 Uhr - 15:00 Uhr, Bürger*innenwache, Rolandstr. 16, 33615 Bielefeld

Nahezu täglich werden Geflüchtete in Deutschland Opfer von rassistischen
Beleidigungen und Demütigungen, von tätlichen Übergriffen und lebensbedrohlicher
Gewalt. Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass es bei den zahlreichen
Brandanschlägen, die in den vergangenen Monaten auch in OWL auf Unterkünfte für
Geflüchtete stattgefunden haben, bislang keine Todesopfer gab.

Es ist höchste Zeit, etwas gegen rassistische Hetze und Gewalt zu tun.
Alle Menschen, die diese Einschätzung teilen, sich in OWL in Initiativen für Geflüchtete
engagieren oder individuelle Unterstützungshilfen leisten, sind daher herzlich
eingeladen, an dem Austausch- und Vernetzungstreffen „Gegen Gewalt und Hetze -
Geflüchtete schützen, Handlungsstrategien entwickeln“ teilzunehmen.

Die Veranstaltung dient zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Erfahrungsaustausch
und zur Diskussion der Frage wie die Sicherheit von Geflüchteten verbessert werden
kann.

 

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Podiumsveranstaltung: Einzeltäter*innen, Mitläufer*innen, besorgte Bürger*innen? Zur Nichtthematisierung rassistischer Gewalt.

Mittwoch | 28.09.2016 | 18:00 Uhr
Begegnugsstätte E-Werk | Raum Petershagen
Hermannstraße 21 | 32423 Minden

 

Fast täglich geschehen rassistische Gewalttaten in Deutschland. Für die Täter_innen bleiben sie meist folgenlos. Die strafrechtliche Aufklärungsquote ist gering. Nicht nur in den polizeilichen Ermittlungen auch in Gerichtsverfahren werden rassistische Motive oft ausgeblendet oder verharmlost und die Tat somit entpolitisiert. Alkoholkonsum, private Probleme oder „nachvollziehbare Besorgnis“ dienen oft als Erklärung für rassistische Übergriffe. Die Perspektive der Opfer und die Auswirkungen auf die Betroffenen solcher Gewalttaten werden oft nicht berücksichtigt.

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Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold ist Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford.

Seit 2008 wird die Mobile Beratung aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums gefördert, zurzeit im Rahmen des Projekts "Demokratie leben!". Seit Mitte 2013 besteht eine zusätzliche Förderung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.