„Dagegen!“ …und dann?! Tagung in Westfalen 2017

Aktiv sein! Aber wie?
Rassistischen Positionen entgegentreten


Tagung für Austausch und Vernetzung von Bündnissen, Initiativen und Engagierten in Westfalen


Freitag, 13. Oktober 2017 in der Volkshochschule Hamm

Rassistische und extrem rechte Positionen begegnen uns in allen Lebensbereichen und fordern uns immer wieder heraus – sei es wenn rechtspopulistische Gruppierungen zu Stammtischen und Veranstaltungen in Gaststätten und öffentlichen Räumen einladen oder wenn extrem rechte Parteien Wahlkampfstände und Kundgebungen durchführen, bei denen gegen Geflüchtete polemisiert und gesellschaftliche Vielfalt in Misskredit gebracht wird. Zu diesen Anlässen sowie nicht zuletzt in den sozialen Netzwerken sehen sich Menschen, die sich für ein demokratisches und weltoffenes Miteinander einsetzen, immer häufiger mit Anfeindungen, Beschimpfungen und sogar mit Bedrohungen konfrontiert. Rassismus und andere Formen der Diskriminierung sind hierzulande nicht neu.


Dennoch ergibt sich der Eindruck, dass rassistische Positionen zunehmend unverhohlener geäußert werden – häufig eingeleitet mit der Floskel: „Das wird man ja noch sagen dürfen…“ Doch wie umgehen mit Polemik, Verschwörungsideologien, rassistischen oder schlichtweg dummen Sprüchen? Ist es sinnvoll mit deren UrheberInnen zu diskutieren? Zu welchen Bedingungen und welchem Ziel? Wo und wann endet wiederum unsere Gesprächsbereitschaft? Diese Fragen stellen sich Engagierte in Flüchtlingsinitiativen ebenso wie in Wohlfahrtsverbänden, Sportvereinen, Stadtverwaltungen und in Bündnissen gegen Rechts.


In Westfalen bestehen vielfältige Zusammenschlüsse – Initiativen, Bündnisse und Vereine –, die häufig schon seit Jahren gegen Rassismus und Rechtsextremismus aktiv sind und sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Gleiches gilt für die Vielzahl an Haupt- und Ehrenamtlichen in Verbänden und behördlichen Institutionen, die sich sehr  ngagiert mit den unterschiedlichen Spielarten gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinandersetzen.


Das Ziel der von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW organisierten Tagung, die seit 2010 jährlich stattfindet, ist es, Aktive und Interessierte aus Verwaltung, Verbänden, Vereinen, Initiativen und Bündnissen zusammenzubringen, um gemeinsam über Mög-lichkeiten und Strategien im Umgang mit Rechtspopulismus, Rassismus und der extremen Rechten zu diskutieren. Im Mittelpunkt sollen dabei der Erfahrungsaustausch, die Vernetzung und die Weitergabe guter Ideen stehen. Hierfür wollen wir mit einem Impulsvortrag und fünf moderierten Thementischen einen anregenden Rahmen bieten.

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Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold ist Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford.

Seit 2008 wird die Mobile Beratung aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums gefördert, zurzeit im Rahmen des Projekts "Demokratie leben!". Seit Mitte 2013 besteht eine zusätzliche Förderung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.