Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus

Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe, indem wir versuchen, die vor Ort handelnden Personen zu ermutigen und zu vernetzen. Wir verstehen uns dabei als »Scharnier« zwischen Betroffenen und Engagierten, sowie zu weiteren Fachstellen, beispielsweise der Opfer- oder Elternberatung. Außerdem analysieren und dokumentieren wir rechtsextreme Vorkommnisse und Strukturen.

Mit Vorträgen und Diskussionen, bei Fortbildungen und mit unseren Veröffentlichungen sensibilisieren wir für Entwicklungen, die das demokratische Miteinander gefährden – nicht zuletzt auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft.

Falls Sie in Ihrer Kommune, in der Schule, in Vereinen oder, einfach gesagt, in Ihrem Umfeld, rechtsextreme Tendenzen oder Aktivitäten feststellen, sprechen Sie uns bitte an.

Meldungen

Neue*r Mitarbeiter*in zu Februar 2021 gesucht

Zur Verstärkung des Teams sucht Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e.V. ab dem 01. Februar 2021 eine*n neue*n Mitarbeiter*in für die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus OWL / Regierungsbezirk Detmold. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2020. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der angehängten Stellenausschreibung.

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Erreichbarkeit der MBR OWL – Maßnahmen aufgrund des Corona-Virus (COVID-19)

Stand der Information: 17.03.2020, 13 Uhr

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus OWL / Regierungsbezirk Detmold arbeitet ab sofort und bis voraussichtlich zum 19.04.2020 aus dem Home Office. Das Beratungsteam ist weiterhin per Mail unter info@mbr-owl.de erreichbar. Wenn Sie versuchen, uns telefonisch zu erreichen, bitten wir Sie eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Diese erhalten wir per E-Mail und können Sie zeitnah zurückrufen (das gilt nicht für Anrufe ohne AB-Nachricht!).

Hintergrund dieser Maßnahmen ist die Ausbreitung des Corona-Virus (COVID-19) hier vor Ort sowie weltweit. Um die Ausbreitung einzudämmen und dadurch insbesondere Menschen aus Risikogruppen zu schützen, halten wir eine vorübergehende Schließung des Büros, sowie das Absagen aller Veranstaltungen für sinnvoll und vernünftig. Davon betroffen sind auch anstehende Workshops, Veranstaltungen und andere Termine, bei denen Menschen zusammenkommen. Beratungsgespräche sind per Telefon selbstverständlich weiterhin möglich.

Verlässliche und tagesaktuelle Informationen zum Corona-Virus, sowie empfohlene Verhaltensmaßnahmen finden Sie unter anderem hier:
Robert-Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW: https://www.mags.nrw/coronavirus

Faktenchecks zu Fake-News, die in Zusammenhang mit dem Corona-Virus verbreitet werden, finden Sie hier: 
Correctiv: https://correctiv.org/thema/faktencheck/medizin-und-gesundheit/?scroll=categories

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Wiederholungsveranstaltung mit Andrea Röpke und Jan Raabe zu extrem rechten Strukturen und völkischen Akteur*innen in OWL und darüber hinaus

Die angekündigte Wiederholungsveranstaltung für den Vortrag von Andrea Röpke und Jan Raabe steht nun fest. Drei Monate nach dem ersten Vortrag, am 9. Oktober um 19 Uhr laden die Stadthalle Detmold und die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold diejenigen ein, die beim Vortrag in Berlebeck keinen Platz gefunden hatten, sowie natürlich alle weiteren Interessierten. Diesmal ist für deutlich mehr Platz gesorgt: Die Veranstaltung findet im großen Saal der Stadthalle statt.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird die Fachjournalistin Andrea Röpke aus ihrem neuen Buch »Völkische Landnahme: Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos« vortragen, das Ende Mai erschienen ist. In dem Buch arbeiten Andrea Röpke und Andreas Speit die Bedeutung der »nationalen Graswurzelarbeit« völkischer Großfamilien für die extreme Rechte in Deutschland heraus. Sie analysieren die überkommenen Geschlechterbilder, die autoritären Erziehungsmuster und die gegen die Demokratie gerichteten Positionen in der extremen Rechten. Die Akteurinnen und Akteure dieses Milieus sind seit Generationen in der neonazistischen Szene aktiv und widmen sich der Hintergrundarbeit: Der »Weltanschauungsschulung«, der Kindererziehung und der Kulturarbeit.

Im zweiten Teil der Veranstaltung liefert Jan Raabe Einblicke in die regionale Szene und ihre Aktivitäten. Dazu gehört insbesondere die 2009 verbotene Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ), die trotz des Verbots als Nachfolgestruktur ihre Aktivitäten fortsetzt. Der gegenwärtige Einzugsbereich der ehemaligen HDJ-»Einheit Hermannsland« umfasst im Wesentlichen die Landkreise Vechta und Schaumburg, die Kreise Osnabrück, Minden-Lübbecke, Höxter, Paderborn, Soest, Lippe und die Stadt Bielefeld. Diese – bundesweit und zum Teil auch europaweit vernetzte – Nachfolgestruktur dient dazu, mit Drill, NS-Ideologie und Gewalt den eigenen völkischen Nachwuchs heranzuziehen. Fast jedes Wochenende finden Treffen mit Kindern aus völkischen (großen) Familien (»Sippen«) aus den Reihen von HDJ, "Artgemeinschaft" sowie der NPD statt.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist kostenlos. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold ist Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford.

Seit 2008 wird die Mobile Beratung aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums gefördert, zurzeit im Rahmen des Projekts "Demokratie leben!". Seit Mitte 2013 besteht eine zusätzliche Förderung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.